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Klimafreundlich heizen wird staatlich belohnt
Holzpellets sind ein Brennstoff aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und werden speziell für die Verbrennung in Pellet-Öfen und Pellet-Heizungen hergestellt. Die Pellets sind in zweierlei Hinsicht umweltfreundlich. Zum einen verbrennen sie CO2-neutral, da das durch die Verbrennung freigesetzte CO2 durch die Bindung des Kohlenstoffdioxids während des Wachstums der Bäume neutralisiert wird. Zum anderen werden die kleinen gepressten Holzstäbchen aus Sägemehl und Holzspänen hergestellt und dienen somit auch einem sinnvollen Recycling. Demzufolge sind es häufig holzverarbeitende Betriebe, in denen die Pellets hergestellt werden. Da die Menge der Holzpellets an Recycling-Produkten nicht geeignet ist, die wachsende Nachfrage zu decken, werden darüber hinaus inzwischen auch gezielt aus zerkleinertem Holz Pellets hergestellt.

Zur Herstellung von Holzpellets dient eine Pelletieranlage, in der das zerkleinerte Holzmaterial unter hohem Druck und teilweise auch Zufügung von Bindemitteln in die typische Pelletform gepresst wird. Bindemittel, die zur Verfestigung der Holzpellets eingesetzt werden, sind Stärke oder Melasse in einem Anteil von höchstens zwei Prozent. Vielfach kann auf die Zufügung von Bindemitteln aber auch verzichtet werden, da allein das in dem Holz enthaltene Lignin sich durch die Erhitzung der Stoffe verflüssigt und die Funktion des Bindemittels übernimmt. Die fertigen Holzpellets haben einen Durchmesser von 6 bis 10 Millimetern und sind zwischen 10 und 30 Millimetern lang. Bei der Herstellung und Lagerung der Pellets ist die DIN 51731 sowie die EN 15210 zu beachten. Die Energiedichte der Holzpellets beträgt etwa 3,8 kWh pro Kilogramm, so dass zwei Tonnen Pellets dieselbe Energie erhalten, wie tausend Liter Heizöl. Als Pelletlager dient ein trockener Kellerraum, in der Regel ein Nebenraum der Heizungsanlage.

Nach der Europäischen Norm EN 15210 werden Holzpellets in den Qualitätsstufen A1, A2 und B angeboten. Die höchste Qualität erfüllen Pellets der Klasse A1, die in Zentralheizungen und Pelletöfen eingesetzt werden. Auch Pellets der Klasse A2 sind für Pellet-Zentralheizungen geeignet. Für die industrielle Großbefeuerung ist die Qualität der Holzpellets Klasse B ausreichend. Aufgrund ihrer geringen Größe ist der Einsatz der Holzpellets zu Heizzwecken vorteilhaft, denn sie eignen sich für die automatische Befeuerung des Heizkessels. Zu diesem Zweck werden die Pellets durch Beschickungsanlagen vom Pelletlager in den Heizkessel geführt. Die Preisentwicklung der Holzpellets verläuft weniger extrem, als die der fossilen Brennstoffe. Aus diesem Grund ist die Verwendung Pellets langfristig wirtschaftlicher, als das Heizen mit Öl oder Erdgas.

Da Holzpellets in großer Menge Kohlenmonoxid freisetzen können, kann der Aufenthalt in einem unbelüfteten Pelletlager lebensgefährlich sein. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Belüftung des Pelletlagers zwingend erforderlich.