Pelletspreise

Preisentwicklung weitgehend stabil
Einer der vielen Vorteile des Heizens mit Holzpellets besteht in der stabilen Preisentwicklung. Wer mit Pellets heizt, handelt nicht nur umwelt- und klimafreundlich, sondern ist auch nicht von Weltmarktpreisen und möglichen Krisen in Erzeugerländern abhängig, wie beim Erdöl oder Erdgas. Auch eine Preiskopplung, wie die des Erdgases an den Erdöl-Preis gibt es für Holzpellets nicht. Während die Vorkommen an Erdöl und Erdgas auf Dauer zurück gehen und die Preisbildung daher auch von einer entstehenden Knappheit beeinflusst ist, steht Holz als nachwachsender Rohstoff beinahe unbegrenzt zur Verfügung.


Leichte Schwankungen, denen der Preis für Holzpellets in den letzten Jahren unterlag, waren auf eine witterungsbedingte, kurzfristig erhöhte Nachfrage zurück zu führen. Mit der Einführung der Holzpellets in Deutschland Ende der 1990er Jahre waren die Preise für Holzpellets zunächst recht hoch. Angebot und Nachfrage nach dem seinerzeit neuen Brennstoff waren noch gering und die Herstellungskosten für geringe Mengen daher hoch. Darauf folgte eine Phase niedriger Preise, um einen Marktanreiz zu schaffen. Mit zunehmender Nachfrage wurden mehr Pelletwerke errichtet und der Preis hat sich reguliert. Seit etwa 2005 ist der Preis daher weitgehend stabil und bewegt sich zwischen 3,5 und 4,5 Cent pro Kilowattstunde Heizleistung. Trotz zeitweiliger Lieferengpässe und dem noch in der Entwicklung befindlichen Ausbau der Pelleterzeugung schwankten die Preise jedoch lediglich in einem Rahmen etwa 2 Cent  pro Kilowattstunde. Vergleicht man diese Preisschwankungen mit denen des Heizöls in demselben  Zeitraum, so sind hier Preiserhöhungen von rund 6 Cent zu verzeichnen.


Während bei Erdöl und Erdgas weitere Preissteigerungen zu erwarten sind, wird sich der Pelletpreis langfristig weiter stabilisieren, da die Produktionsmengen durch Schaffung neuer Pelletwerke kontinuierlich erhöht werden. Auf diese Weise wird eine zuverlässige Versorgung und Preisstabilität sichergestellt. Derzeit beträgt die Jahresproduktion an Holzpellets in den 28 deutschen Pelletwerken rund 300 000 Tonnen. Der Bau weiterer Pelletwerke ist bereits geplant.


Leichte Preisunterschiede sind in Deutschland regional zu beobachten. Da die meisten Pelletwerke in Süddeutschland ansässig sind, ist der Preis hier etwa 5 bis 10 Prozent niedriger, als in Norddeutschland. Neu geplante Pelletwerke werden vorwiegend in Norddeutschland entstehen, so dass sich auch dieses Nord-Süd-Preisgefälle in absehbarer Zeit regulieren wird. Im Juli 2011 bewegt sich der Preis für eine Tonne Holzpellets abhängig von Qualität, Liefermenge und Lieferregion zwischen 210 und 235 Euro. Billigprodukte, die vorwiegend aus Osteuropa eingeführt werden, sind zwar minimal günstiger, jedoch entsprechen sie nicht den deutschen Normen und können unter Umständen stark mit Bindemitteln und minderwertigen Brennstoffen versetzt sein und dadurch sogar die Technik der empfindlichen Heizanlagen schädigen.